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Seit Jahren schon war es mein sehnsüchtigstes Ziel, den Buntfalken zu halten. Das Band zu stärken, die Ketten zu härten, elektrisierend genug zu sein, damit er zurück kommt zu mir. Ich denke, ich kann sagen, dass ich erfolgreich war. Ändern konnte ich ihn nicht, seinen Drang nach Freiheit, Unabhängigkeit, seine Selbstsucht, seine Egozentrik wird er behalten. Doch auch wenn er fort strebt von mir, soweit weg ist, dass ich ihn nicht mehr sehen, nicht mehr spüren kann, so weiß ich doch, dass er zurückkommt. In mir drin ist eine Sicherheit gewachsen, an die ich lange Zeit nicht glauben konnte. Er und ich, das wird nie enden. Nie.
Doch mit dieser Gewissheit hat es sich in mir verändert. Um beieinander zu sein, lügen wir. Verletzen Menschen. Verletzen einander. Bringen doch nur unser Schlechtestes hervor. So sollte es nicht sein.
Mit dieser Gewissheit hat sich mein Ziel, mein Traum verändert. Wenn ich jetzt nach vorne schaue, in die Zukunft schaue, dann ist der Buntfalke noch Teil meines Lebens, aber nicht mehr mein Leben. Er ist nicht mehr mein Leben. Wir werden niemals zusammen sein, niemals miteinander in Zweisamkeit glücklich sein. Diese Art von Miteinander ist uns nicht bestimmt.  
Der Traum ist fort und die Sicherheit vermag nicht den ganzen Raum zu füllen. Viel Luft ist dort, wo früher immer er gewesen ist. Soviel Leere und keine Perspektive.
21.10.13 00:17
 


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